11.11. Feier 2019 im Lindner Hotel & Resorts

11. im 11. Feier am 16. November 2019 im Lindner Hotel City Plaza  

Echte Kölner wissen, dass am 11. im 11. Sessionseröffnung ist. Egal wo sie auch gerade sind. Sie schauen am fortgeschrittenen Vormittag auf die Uhr oder auf das Handy und natürlich zeigen Zifferblatt oder das Display vier „Einsen“ an. Man kann es kaum erwarten, bis das magische Datum endlich erreicht ist. Schließlich ist das, was am elften Tage des Novembers um exakt 49 Minuten vor Mittag beginnt, in dieser Form weltweit einzigartig. Ist es dann endlich 11:11 Uhr, gibt es kein Halten mehr. Die Kölner bezeichnen es wahlweise als Karneval, fünfte Jahreszeit oder schlicht als Session. 

Die Karnevalssession wird traditionell auf dem Heumarkt in der Kölner Altstadt eröffnet. Gefeiert wird an diesem Tag aber nicht nur vor einer großen Bühne inmitten tausender Jecken auf dem Heumarkt selbst, sondern in der gesamten Altstadt. Zwar findet der eigentliche Straßenkarneval erst 3 Monate später statt, doch wird am Tag der Sessionseröffnung trotzdem auch auf der Straße und in den Kneipen der Innenstadt kostümiert gefeiert. Viele freuen sich ausschließlich auf das Feiern und den „Spaß an der Freud“. 

Für die Gesellschaft der Greesberger begann die Sessions-Eröffnungsfeier diesmal einige Tage später. Am Samstag, 16.11.2019, war für uns der Veranstaltungssaal „Schäl Sick“ im Lindner Hotel City Plaza festlich hergerichtet. Zu unserer internen Feier kostümieren wir uns noch nicht, dennoch sind alle Zeichen auf Karneval gesetzt. Die Gesellschaftsmütze und die Ehrenzeichen sollen aber getragen werden. 

Um 18:00 Uhr war der Empfang im Foyer. Das erste offizielle Treffen wurde mit einem Glas Sekt eingeleitet. Mal kurz guten Abend gesagt, ein paar nette Worte gewechselt und dann wurden auch schon die Türen zum Saal geöffnet. In den ersten Minuten herrscht manchmal eine gewisse Unruhe, denn jeder möchte den besten Platz mit Blick zur Bühne ergattern 

Nach dem Einlass folgte eine kurze Rede durch den Präsidenten Markus Otrzonsek. Er begrüßte die Mitgliedschaft der Greesberger, die Ehrentitelträger der Gesellschaft sowie einige Gäste und Freunde. 

Für das leibliche Wohl war natürlich auch gesorgt. Ein Buffet mit vielen Köstlichkeiten wurde aufgetischt. Es war ein kulinarischer Flug durch die fantastische Küche der Köche des Lindner Hotel City Plaza. 

Für das Rahmenprogramm des Abends hatte Christian Böhm ein kleines Programm zusammengestellt. Zur musikalischen Unterhaltung wurden die Musiker, Sänger und Entertainer „Himmel und Äd“ gebucht. Sigi Schütz und Jürgen Lauermann wurden schon vor Jahren von unserem ehemaligen Literaten und jetzigen Ehrenliterat Charly Sünder des Öfteren gebucht. Hier besteht eine langjährige musikalische Freundschaft, die jetzt von Christian Böhm weiter gepflegt wird. 

Nach dem Essen erfolgte der Programmauftakt mit der Jugendtanzgruppe „Kölsche Greesberger“. Die Pänz haben mit ihrer Darbietung verstanden, das Stimmungsbarometer auf das gewünschte Niveau zu bringen.  

In ihren Tänzen auf kleinen und großen Bühnen in und um Köln repräsentieren die Kinder- und Jugendlichen der JTG “Kölsche Greesberger“ ihre Unbekümmertheit in den Farben der Gesellschaft und vermitteln die Lebensfreude, welche die Jugend mit sich bringt. 

Präsident Markus Otrzonsek nutzte die Gelegenheit und stellte vor der anstehenden Zugabe die neue Tanzgruppenleiterin der JTG „Kölsche Greesberger“ vor. Marion Lambrechts wird nach der Session 2020 die Nachfolge von Georg Steinhausen antreten, der sich dann nur noch um die Kontakte und Auftrittsbuchungen für die JTG kümmern wird.  

An dieser Stelle müssen wir auch mal ein „Dankeschön“ an Marion Lambrechts sagen, die sich bereit erklärt hat, zukünftig das ganze Schmölzje zusammen zu halten um auch unter ihrer Leitung die JTG erfolgreich weiterzuführen.   

Im Anschluss folgte direkt der Auftritt der großen Tanzgruppe. Man konnte aber leider nur zwei Tänze aufführen, denn die Tanzgruppe musste nach ihrem Auftritt auf dem KD Schiff, noch einen dritten Auftritt in der Eifel wahrnehmen. Da hatte man noch eine längere Anreise vor sich. Gekonnte Tänze mit akrobatischen Hebefiguren war die Fortführung für eine stimmungsvolle und gelungene Veranstaltung. 

Die Verbindung zwischen Karneval und Tanz ist gelebtes kölsches Brauchtum. Jungen Menschen dieses Brauchtum zu vermitteln ist – neben der guten Tanzausbildung – die pädagogische Aufgabe, damit auch sie später sagen können „Kölle is e Jeföhl“. 

Einige Gesellschaften verbinden die 11. im 11. Feier mit ihrem Ordensappell. Das ist bei den Greesbergern eine separate Veranstaltung, die wir Generalappell nennen. Unser aktueller Sessionsorden wird bei dieser Veranstaltung an die Mitgliedschaft ausgegeben. Trotzdem wurde am Samstag traditionell zum ersten Mal der Sessionsund der Damen-Orden den Mitgliedern und Gästen vorgestellt.  

Bei unserer 11. im 11. Feier nutzen wir auch die Möglichkeit verdiente Mitglieder zu ehren. Senator Heinz Sprengler erhielt eine Urkunde für seine 40jährige Mitgliedschaft bei den Greesbergern. Heinz Sprengler fertigt schon seit 1980 – zunächst gemeinsam mit seinem Schwiegervater, ab 1984 in Eigeninitiative – die Greesbergkerze für die Messe bei der „Schwarzen Muttergottes“ an. 

In Bezug auf eine langjährige Mitgliedschaft gibt es aber noch Steigerungen. Unser Senator Herbert Hoven legte da noch einige Jahre drauf. Herbert Hoven konnte am Abend auf eine 60jährige Mitgliedschaft zurückblicken. Dieses seltene Jubiläum wurde durch ein Dokument attestiert und beurkundet. Wenn dann noch plötzlich ein Mitglied vom erweiterten Vorstand des Festkomitee Kölner Karneval erscheint, dann kann dies nicht alles gewesen sein. Udo Marx vom Mitgliederservice nahm sich das Mikrofon und erwähnte die zahlreichen Funktionen, die von Herbert Hoven in seiner langjährigen Mitgliedschaft wahrgenommen wurden. Für sein Engagement bei den Greesbergern und für den Kölner Karneval erhielt er vom Festkomitee Kölner Karneval nun den Verdienstorden in Gold verliehen.  

Nach den Ehrungen folgte noch ein Auftritt der „KÖLSCH BAND. Diese Band wurde im Jahr 2000 gegründet und präsentiert seitdem ihre eigenen handgemachten Songs mit kölschem Witz und Charme. Neben den vielen eigenen Songs spielt die Band auch gerne auf Wunsch und mit großem Spaß beliebte Kölner Karnevalsklassiker. Die  KÖLSCH BAND - das sind echte Kölsche Jungs - Musiker, die sich der Kölner Mundartszene verschrieben haben. Kölsche Lebensart und kölscher Frohsinn – das ist ihr Programm. Unser Mitglied Rolf Oelerich ergänzt hervorragend die Musikgruppe und ist in dieser Bandgemeinschaft mit Keyboard & Gesang vertreten. Die Jungs machten richtig Stimmung und mussten nach dem eigentlichen Programm noch etliche Zugaben geben. 

Dann stand aber so langsam Sonntag auf dem Kalenderblatt. Ein Zeichen, doch die 11. im 11. Feier langsam ausklingen zu lassen. Es lichteten sich auch ganz schnell die Reihen und unsere Eröffnungsveranstaltung gehörte wieder der Vergangenheit an.    GS 

 

Rudi Schnitzler(http://www.zollhuus.de)
Gründer, Manager und Sänger von Zollhuus- Colonia, Mitglied und Senator der KG Greesberger, Mitglied und im Vorstand Muuzemändelcher Köln

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