Abschlussfeier der Tanzgruppen

Sessions-Abschlussfeier der Tanzgruppen „Kölsche Greesberger“

am 29. Februar 2020

>Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei< ist ein Lied des deutschen Musikers Stephan Remmler aus dem Jahr 1986. Am 29. Februar ging es aber weniger um die Wurst, eher ging es um das Ende. Und zwar das Ende einer tollen und erfolgreichen Tanzsession der JTG und der TG „Kölsche Greesberger“.

Wie es inzwischen schon Tradition ist, treffen sich am Samstag nach Aschermittwoch die Mitglieder der beiden Tanzgruppen zu einer gemeinsamen Sessions-Abschlussfeier. Dazu werden die Eltern, die Vorstandsmitglieder und Ehrentitelträger der Gesellschaft, die Mitglieder des Fördervereins, aber auch einige Gönner und Unterstützer der Tanzgruppen eingeladen. Diese Veranstaltung ist schon eine liebgewonnene Tradition. Gefeiert wurde auch diesmal wieder im Pfarrsaal St. Quirinus in Köln-Mauenheim. Die Organisation und Durchführung der gemeinschaftlichen Veranstaltung der Tanzgruppen erfolgt in Eigenregie. Dazu ist die Arbeitsteilung eine wichtige Voraussetzung. Die Mitglieder der Jugendtanzgruppe einschl. der Eltern richten den Saal vor Beginn der Feier her und die Mitglieder der großen Tanzgruppe versetzen nach Ende der Veranstaltung alles wieder in ihrem Urzustand zurück.

Aber schon lange vorher beginnt man mit der Planung. Die Mitglieder des gemeinsamen Orgateams Lena Gagesch und Marion Lambrechts hatten die Veranstaltung exzellent vorbereitet. Um die Gesamtkosten zu minimieren wurde schon vorher in den Tanzgruppenkreisen abgefragt, ob das Buffet durch mitgebrachte Speisen (z.B. Salate, Desserts oder sonstige Köstlichkeiten) ergänzt werden kann.

Die beiden Tanzgruppenleiter Carl Seher und Georg Steinhausen begrüßten gegen 17:15 Uhr die Gäste der Abschlussfeier. Danach wurde zuerst das Buffet eröffnet, weil hungrige Leckermäulchen schon mit hoher Erwartung der Freigabe des Buffets entgegenfieberten.

Erst im Anschluss folgte der offizielle Teil, der von der JTG eingeleitet wurde. Dieser offizielle Teil bei den Tanzgruppen ist immer verknüpft mit Danksagungen, Ehrungen und Abschieden.

Georg Steinhausen nannte zu Beginn einige Daten zur Session bzw. zur Jugendtanzgruppe. 39 Bühnenauftritte im laufenden Geschäftsjahr einschl. der Session ist schon eine Hausnummer, auf die man stolz sein kann. Besonders die Bühnenauftritte im Gürzenich bei der Großen Kölner K.G. von 1882, der Bühnenauftritt bei der G.K.G. Närrische Insulaner Köln von 1927 im Pullmann Hotel oder bei der Deutzer K.G. Schäl Sick vun 1952 im Kristallsaal der Köln Messe bleiben in Erinnerung. Aber auch alle anderen Bühnenauftritte bei Schulsitzungen, in Seniorenheimen oder bei Veedelsveranstaltungen haben riesigen Spaß gemacht. Ein Highlight im Auftrittskalender waren natürlich die Bühnenauftritte bei der eigenen Gesellschaft.

Im Anschluss wurden an vereinzelte Tänzerinnen und Tänzer die Verdienstnadel der Tanzgruppen „Kölsche Greesberger“, das Treueabzeichen vom Bund Deutscher Karneval oder die Verdienstmedaille des Festkomitees Kölner Karneval verliehen.

Die Verleihung erfolgt für engagierte Mitarbeit innerhalb der Tanzgruppe oder als Wertschätzung für mehrere Jahre ununterbrochene, aktive Tätigkeit im karnevalistischen Tanzsport. Diese Ehrungen wurden dann durch ein Dokument attestiert und beurkundet.

Es folgten Dankesworte an das Team der Tanzgruppenleitung. Ein bunter Blumenstrauß und etwas Herzhaftes bzw. auch ein gutes Tröpfchen für den Trainer Tim Brauer waren eine kleine Aufmerksamkeit für eine erfolgreiche Vereinsarbeit. Zur Überraschung aller Personen die auf der Bühne standen, bedankte sich Tänzer Nils Völlmecke als Vertreter der JTG bei allen Funktionsträgern mit einem schönen Geschenk.

Die Betreuerin Stefanie Mevis erhielt für besondere Verdienste von der Gesellschaft der Greesberger die Plakette „jot jemaht“ überreicht.

Die Auszeichnung wurde damit begründet, dass die Familie Mevis Mitte 2019 das Kleidungs- und Sachlager der JTG in ihrem Privatheim aufgenommen haben. Inzwischen ist man auch noch für die Ein- und Auskleidung der Tänzerinnen und Tänzer sowie für die Neu- und Ersatzbeschaffung der Tanzkleidung und der Sachartikel zuständig.

Mit Erreichung der Altersgrenze, bei Vollendung des 17. Lebensjahres, heißt es dann auch schon mal Abschied nehmen. So wurden Laura Kaiser, Hannah Würtz, Celina Werner, Maria Römlinghoven und Leon Walgenbach offiziell von der Tanzgruppenleitung verabschiedet.

Nach Beendigung der Zugehörigkeit in der JTG kann man unter bestimmten Voraussetzungen in die Tanzgruppe Kölsche Greesberger wechseln. Als Abschiedsgeschenk gab es einen Glücksbringer, ein Hufeisen mit Signatur der Jugendtanzgruppe.

Auch für den Leiter der Jugendtanzgruppe Georg Steinhausen hieß es nach 1,5 Jahren „Tschüss“. Mit der Verabschiedung übertrug er nun das Amt der JTG-Leitung an die Nachfolgerin Marion Lambrechts. Georg Steinhausen wird sich zukünftig nur noch um die Bühnenauftritte, die Verträge und um die Rechnungserstellung kümmern.

Zum guten Schluss bekam jedes Mitglied der JTG noch eine Geschenktüte ausgehändigt. Inhalt waren u.a. ein aktueller Sessionsorden von anderen Gesellschaften, Süßigkeiten und ein Einkaufsgutschein über 20,- €.

Jetzt erfolgte das gleiche Procedere für die Tanzgruppe „Kölsche Greesberger“. Einige interessante Kenndaten, über die der Tanzgruppenleiter Carl Seher berichtete, werden hier noch einmal genannt. Insgesamt hatte die TG 71 Bühnenauftritte in der Session. Bei durchschnittlich 3 Tänzen pro Auftritt wurden 213 Tänze performt. Bei 24 Auftritten erfolgte aufgrund der Entfernung oder wegen mehrerer Tagesauftritte die Anreise mit einem Reisebus der Fa. Piccolonia. 2325 km wurden mit dem Bus zurückgelegt. Dies entsprach einer Strecke von Köln bis Florenz und wieder zurück.

Auch bei der großen Tanzgruppe wurden in Anerkennung ihrer Verdienste die Plaketten in Bronze, Silber und Gold mit den entsprechenden Urkunden verliehen.

Nachdem der Part der Freude beendet war, kam leider etwas Wehmut auf, denn einige nahmen Abschied von dieser schönen Gemeinschaft. Der Grund für einen Ausstieg ist vielseitig. Es können familiäre Gründe, schulische bzw. berufliche Ausbildung, aber auch gesundheitliche oder Altersgründe sein, die eine solche Entscheidung herbeiführen können.

Ausgeschieden sind in diesem Jahr Annalena Edling, Elena Philippe, Issah Bangura, Jessica Langner, Jessika Schettler, Katja Masuch, Laura Galante, Marie Kracht, Nadja Paulels und Nils Sztuka. Die Tanzgruppenleitung hatte auch für alle Mitglieder ein Dankeschön in Form der überreichten Orden von den Auftritten sowie Wein und Süßigkeiten überreicht.

Nach diesem Programmabschnitt wurde den Gästen noch eine Showeinlage geboten. Diese Aktion ist bei der großen Tanzgruppe ein gesetzter Programmpunkt. Die neu aufgenommenen Tänzerinnen und Tänzer der vergangenen Session müssen sich dabei immer etwas einfallen lassen, was zur Erheiterung der Anwesenden beitragen soll. Wer aus dem Karneval das Heddemer Dreigestirn kennt, weiß in welcher Richtung dieser Beitrag ging. Die Aufführung wurde mit riesigem Applaus bedacht.

So langsam löste sich die Veranstaltung auf und dann hatte nur noch das Aufräumteam ein wenig Arbeit um das Inventar wieder an die vorgesehenen Stellen zu platzieren. Bei so vielen Helfern ging dies aber ratzfatz. Jetzt freuen sich wieder alle auf die nächste Session mit einer neuen Formation der Tänzerinnen und Tänzern. Was wir aber jetzt schon alle wissen ist, dass diese Session genauso erfolgreich sein wird, wie die vergangene Session. Dann sind wir alle zusammen Fastelovend und die Greesbergfamilie wird gemeinsam mit vielen anderen Jecken feiern.                                    GS

Rudi Schnitzler(http://www.zollhuus.de)
Gründer, Manager und Sänger von Zollhuus- Colonia, Mitglied und Senator der KG Greesberger, Mitglied und im Vorstand Muuzemändelcher Köln

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