Fischbrunch 2020

Fischbrunch im Lindner Hotel City Plaza

am 1. März 2020

Fischessen am Aschermittwoch ist Tradition bei den Jecken. Innehalten und zurückblicken –dazu lädt das traditionelle Fischessen am Ende einer stimmungsreichen Session jedes Jahr ein.

Nach dem lauten und ausgelassenen Feiern der Karnevalstage laden auch die Greesberger zum Fischessen ein. Das traditionelle Fischessen findet aber nicht am Aschermittwoch, sondern schon seit Jahren erst an dem Sonntag danach statt. Dadurch bekommt man ein wenig Abstand von den stressigen tollen Tagen. In den wenigen Tagen bis zum Fischessen kann man dann Aktionen gegen die Wehmut durchführen. Die durchschwitzten Kostüme waschen, Glitter und Schminke aus dem Waschbecken entfernen oder Karnevalsutensilien wieder in den Kisten und Behältern verstauen.

Nach der erfolgreichen Session trafen sich die Greesberger am 1. März 2020 zum Fischbrunch im Lindner Hotel City Plaza in der Magnusstraße. Zum Fischessen geht man aber nicht mehr im Kostüm. Eingeleitet wurde der Kehraus vom Karneval mit einem Sekt- und Bierempfang im Foyer. Oft wird bei der Abschlussveranstaltung noch Kölsch getrunken, was vielleicht nicht besonders kulinarisch, aber konsequent ist – die letzten Bierchen zum Abgewöhnen.

Nach dem Empfang im Foyer öffneten sich die Türen zum „Veedelsmarkt“, in dem dann die eigentliche Veranstaltung stattfand. Präsident Markus Otrzonsek begrüßte die Greesberger, unsere Ehrentitelträger und einige geladene Gäste. Wegen krankheitsbedingten Abmeldungen waren einige Plätze nicht besetzt. Nach kurzer Verweilzeit wurde schon das Fischbüffet eröffnet. Die Küchenleitung hatte kreative und leckere Gerichte vorbereitet, die das Fischessen zum kulinarischen Highlight werden ließ. Von Aschermittwoch bis Karsamstag sind es genau 40 Tage, wobei die Sonntage ausgenommen sind, da Christen an jedem Sonntag – auch in der Fastenzeit – die Auferstehung Christi feiern und Sonntage also keine Fastentage sind. Fleisch ist in der Tradition tabu, Fisch hingegen ist, wie alles was unter Wasser lebt, erlaubt.

Zum Brunch wurden zahlreiche Fischspezialitäten aufgetischt. Es gab einen schmackhaften Fisch vom Grill mit Kräutern und Knoblauch, Wolfsbarschfilet, Kabeljaufilet und ein Lachsfilet unter einer Wasabi Nuss Kruste. Aber für die Gäste die keinen Fisch mögen, gab es natürlich auch Fleischgerichte bzw. vegetarische Gerichte.

Das Ende der 5. Jahreszeit wird aber auch dazu genutzt, um Dankeschön zu sagen. Nur durch den Einsatz vieler fleißigen Helfer kann eine Session erfolgreich durchgeführt werden. Jeder, der hier seinen Teil dazu beigetragen hat, dem gehört der Dank der Gesellschaft.

Präsident Markus Otrzonsek ließ die gesamte Session nochmals wie in einem Kurzfilm vorbeiziehen.

Bei Veranstaltungen mit entsprechendem Rahmen und Flair werden bei den Greesbergern auch Ehrungen vorgenommen. Senator Carl Bömerich wurde für 40 Jahre Senator geehrt. Die Ehrung wurde mit einem besonderen Schriftstück attestiert und beurkundet.

Ein besonderes Dankeschön ist auch mit der Verleihung der Plakette „jot jemaht“ verknüpft. Diese besondere Auszeichnung können interne und auch externe Personen erhalten, die sich um die Gesellschaft der Greesberger verdient gemacht haben. Diesmal erhielt Julia Tillips vom Reservecorps des Reitercorps und als Externer Wolfgang Wüst (Orgaleiter an der LKW-Tribüne beim Rosenmontagszug) diese Sonderauszeichnung.

Die noch verhältnismäßig neuen Mitglieder Peter Dormanns und Harald Mönnich erhielten vom Senatspräsidenten Hermann Josef Kastenholz eine Flasche Wein als Geschenk und für ihre Ehefrauen einen Blumenstrauß überreicht. Damit wollte man honorieren, dass beide erstmalig als Neulinge die Wechselstation beim Köln Marathon 2019 organisiert haben. „Generalstabmäßig“, so die Worte unseres Senatspräsidenten. Es hatte alles hervorragend geklappt.

Aber auch diesmal kein Fischessen ohne eine karnevalistische Programmnummer.  

Literat Christian Böhm hatte da tief in die Künstlerkiste gegriffen und eine Rednernummer entdeckt und gebucht.

Joachim Jung, bekannt als Lieselotte Lotterlappen, zeigte sich mit den typischen Frauenproblemen vertraut. Eine flotte Zunge, gesangliches und tänzerisches Geschick und das Spielen der Trompete zeichnen Jung, der aus der Nähe von Limburg stammt, als brillanten Humor-Künstler aus. Anhaltender Applaus war der Dank für einen hervorragenden Auftritt.

Bis zum Spätnachmittag wurde noch ein wenig weiter gefeiert und sich noch ein allerletztes Glas Wein oder Bier gegönnt.

Für die Greesberger gehört damit die Session 2020 der Vergangenheit an. Die Session ist zwar vorbei, aber kehrt jetzt eine Pause in die Gesellschaft ein? Nein, ganz im Gegenteil. Jetzt ist der Senat besonders gefordert. In der Zeit zwischen Aschermittwoch und dem 11. im 11. sorgt der Senat für verschiedene  Aktivitäten. Aber da sind ja auch noch die monatlichen Stammtische im Casino Coellner Hof am Hansaring, die jeden ersten Dienstag im Monat stattfinden. Langweilig wird es den Greesbergern außerhalb der Session also nicht!              GS

Rudi Schnitzler(http://www.zollhuus.de)
Gründer, Manager und Sänger von Zollhuus- Colonia, Mitglied und Senator der KG Greesberger, Mitglied und im Vorstand Muuzemändelcher Köln

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