Generalappell 2019

Lindner Hotel City Plaza, am 08. Januar 2019

Das Motto der Kölner Karnevalssession 2019, „Uns Sproch es Heimat“, stellt unsere Sprache nun für einige Monate ganz besonders in den Fokus. Heimat ist nicht nur ein Ort, Heimat ist ein Gefühl. Das gilt für die Kölschen ganz besonders. Nicht nur Dom und Rhein stehen für dieses vertraute Gefühl hier zu Hause zu sein, sondern in ganz spezieller Weise auch unsere Sprache. Aber Sprache ist nicht nur Heimat, sondern auch die Grundlage für das Miteinander. Das Sessionsmotto ist deshalb auch als Einladung gedacht. Wer sich ein bisschen auf die kölsche Sprache einlässt wird sofort spüren, warum sie für die Menschen in Köln ein so wichtiges Stück Heimat bedeutet. Dabei spielt die Herkunft keine Rolle. Es ist egal, ob man in Köln geboren wurde oder zugezogen ist.

Wenn in der ersten Kalenderwoche des Jahres kostümierte Personen durch die Straßen Kölns ziehen, dann sind es nicht nur die Sternsinger im Gewand der Heiligen Drei Könige, die von Tür zu Tür ziehen, sondern dann mischen sich auch schon die ersten Karnevalisten unters Volk. Nämlich dann, wenn sie auf dem Weg zu einer der zahlreichen Veranstaltungen sind. Am Anfang des Jahres beginnen die Traditionskorps mit ihren Korpsappellen oder auch Generalappellen, egal wie man dieses Auftreten nennen möchte. Diese Appelle sind eine feste Größe in jedem karnevalistischen Veranstaltungskalender eines Traditionskorps und mittlerweile auch schon bei den Karnevalsvereinen oder Gesellschaften.

Die Greesberger halten sich ebenfalls an diese alte Tradition und führen diese Veranstaltung schon seit sehr vielen Jahren durch. Ein Generalappell ist zwar keine militärische Zeremonie, wie man vermuten könnte, doch wie bei den Rekruten der Bundeswehr werden strenge Maßstäbe bei der Kontrolle der Gesellschaftskleidung angesetzt. So ganz halten wir uns inzwischen nicht mehr an diese strengen Kontrollen. Traditionell wird beim Greesberger-Generalappell der aktuelle Orden der Session ausgegeben. Die Ausgabe der Orden an die Mitgliedschaft erfolgte beim Betreten des Saales. Am Eingangsbereich wurden die Greesberger von unserem Präsident Markus Otrzonsek und Senatspräsident Hermann Josef Kastenholz empfangen und begrüßt. Die Überreichung der Sessionsorden erfolgte durch eine kleine Abordnung von Tänzerinnen und Tänzer der Tanzgruppe „Kölsche Greesberger“.

Unser diesjähriger Sessionsorden und Damenorden kam wieder aus der Ordensschmiede der Fa. Kuhn-Haarhoff. Mit Unterstützung unseres Ehrenpräsidenten Detlef Kramp ist wieder ein Meisterstück entstanden, welches ganz besonders die Sammler erfreuen wird.

Orden werden heute als Anerkennung für besondere Verdienste verliehen. Die Mitglieder einer Gesellschaft erhalten ihn, weil sie die Gesellschaft das ganze Jahr hin unterstützen. Erst nach Erhalt des Ordens ist der Karnevalist komplett und erhält für die laufende Session die Freigabe. Als Repräsentant der Greesberger hat er nun das richtige äußere Erscheinungsbild. Pünktlich zum Generalappell wurde auch das neue Sessionsheft fertig. Der Inhalt ist wie immer ein Rückblick über die Veranstaltungen und Aktivitäten der vergangenen Session.
Außerdem erhält das Sessionsheft viele interessante und wichtige Infos rund um die Greesbergfamilie. Ein Dank gilt an dieser Stelle auch unseren Sponsoren, ohne die eine solche umfangreiche Ausgabe nicht möglich wäre. Das Redaktionsteam des Sessionsheftes, Detlef Kramp und Georg Steinhausen, hat gemeinsam mit unserem externen Dienstleister Niki Siegenbruck etliche Stunden Freizeit geopfert, um termingerecht zum Generalappell das Sessionsheft präsentieren zu können. Wie schon im letzten Jahr war es wieder eine Punktlandung.
Nach der Begrüßung durch den Präsidenten Markus Otrzonsek zeigten die JTG „Kölsche Greesberger“ sowie die TG „Kölsche Greesberger“ einen Ausschnitt aus dem aktuellen Bühnenprogramm. Danach durften einige Mitglieder der Greesberger mit Freude die Sessionsorden an die Tänzerinnen und Tänzer ausgeben.

Bei jedem Appell steht die Vereidigung der neuen Mitglieder in der Gesellschaft und im Reitercorps an. Die neuen Mitglieder müssen auf dem Plaggen den Eid der Greesberger schwören. Ein Fahneneid ist eine feierliche Treuebekundung zur Gesellschaft. Dieses Vergnügen hatten unsere neuen Mitglieder Andreas Schirrmeister, Peter Dormanns, Marc Schmitz und Uwe Sommer aus der Gesellschaft sowie von der Reitercorps Reserve der Greesberger Monika Kastenholz, Beate Schulz, Noreen Schnoewitz, Julia Tillips sowie Angelika Bisdorff.

Nach diesem wichtigen Programmteil folgte das gemeinsame Abendessen.

Gestärkt mit Möhreneintopf und Frikadellen bzw. einem Salatteller mit Hähnchenbruststreifen wurde ein Redebeitrag von Volker Weininger angesagt. Unsere Mundartband „Zollhuus Colonia“, mit ihrem Frontmann und Senator der Greesberger Rudi Schnitzler, machte dann zum Schluss unserer Auftaktveranstaltung das „Ganze“ noch rund. Zollhuus Colonia bieten dem Publikum mit ihren Liedern Stimmung und gute Laune. Man sieht ihnen regelrecht an, dass sie Spaß und Freude bei ihrer Musikdarbietung haben.

Jetzt kann man mit vielen Freunden von nah und fern den Fastelovend fiere. Viele Jecke werden jetzt von dem Bazillus angesteckt. Dagegen wurde bis heute noch kein Impfstoff gefunden. Lachen und Spaß an der Freud sind eindeutige Symptome. Der Fastelovendsvirus ist vielfach angeboren, oft sogar chronisch. Je höher die Temperatur steigt, umso schöner wird es. Wer von ihm gepackt wird,
dem bleibt nur: mitfeiern.                                                                                                                                                         GS

 

 

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