Jubiläumsfeier der Tanzgruppen Kölsche Greesberger

 

Samstag, 19. Oktober 2019

„Op nohm Greesberg, wells do hätzlich laache“ heißt es in unserem Greesberg-Marsch. Doch ab der Session 2009/2010 wurde auf dem Greesberg nicht nur herzlich gelacht, sondern auch fleißig getanzt.

Geschwoft wurde zwar auch bisher bei den Greesbergern – vor allem auf unserem LUNA-Ball – ,  der inzwischen umbenannt wurde in „Luna- Sitzungsparty“. Aber mit der neuen Session ging es so richtig sportlich und akrobatisch zur Sache. Für den jugendlichen und sportlichen Schwung in den Reihen der Greesberger sorgten die neuen Tanzgruppen – die Jugendtanzgruppe und die Tanzgruppe „Kölsche Greesberger“. Wenn auch die Tanzgruppen für die Greesberger eine absolute Neuerung darstellten, so konnte man bei den jungen Aktiven in Anbetracht der gebotenen Leistungen mit Sicherheit nicht von Neulingen sprechen. Die Mitglieder der großen Gruppe und der größte Teil der Jugendtanzgruppe rekrutierten sich aus durchweg erfahrenen Tänzerinnen und Tänzern aus Köln und Umgebung, die bei uns Greesbergern eine neue karnevalistische Heimat gesucht und gefunden haben.

Wir hatten es also bei unseren Neuen im Wesentlichen mit „alten Hasen“ in Sachen karnevalistischer Tanz zu tun. Bei den „Kleinen“ haben aber auch einige „Frischlinge“ zu uns gefunden. Auch Leitung und Betreuung unserer Tanzgruppen lag in bewährten, seit Jahren in der Kölner-Tanzgruppen-Szene tätigen Händen. Damals konnte noch keiner ahnen, dass das Unternehmen „Tanzgruppen“ über 11 Jahre sehr erfolgreich weitergeführt werden konnte. Heute zählen die beiden Tanzgruppen der Greesberger zu den „Besten“ was der Kölner Karneval auf Kölns Bühnen zu bieten hat.

Wenn man dann in Planung hat, einen solchen Geburtstag in einem größeren Rahmen zu feiern, dann bedarf es einer frühzeitigen und straffen Vorbereitung. Schließlich handelte es sich auch um ein närrisches Jubiläum, bei dem die Jeckenzahl 11 voranstand. Kurz nach der Session wurde dann ein Organisationsteam gebildet. Es wurden die Aufgabenschwerpunkte zusammengestellt, das Budget festgelegt, ein Zeitplan erstellt, der Programmablauf besprochen, um dann die Aufgaben in kleine Arbeitsgruppen aufzuteilen. Aber es musste ja auch noch einen Festsaal her, der der Veranstaltung den würdigen Rahmen geben sollte. Diesen Saal fanden wir dann – aus Kostengründen – außerhalb der Stadtgrenzen Kölns, in Frechen. Am Vormittag des Jubiläumsfestes versammelten sich viele fleißige Helfer, dekorierten den Frechener Stadtsaal und machten ihn zu einer einzigartigen Eventhalle. Ein altes Transparent aus früheren Jahren der Greesberger mit dem Motivbild der Eigelsteintorburg fand bei dieser Veranstaltung auch wieder eine Verwendung.

Dass dies alles bestens vorbereitet wurde, davon konnte man sich nun am Tag der Jubiläumsfeier selbst überzeugen. Ca. 600 Besucher hatten sich dann auch am Abend bei der Veranstaltung der Tanzgruppen eingefunden und erlebten einen unvergesslichen Abend.

Premiere feierten auch Julian Hennecke (TG) und Melina Lambrechts (JTG) Beide waren für die Moderation zuständig und führten mit Bravour durch das Programm.

Nach der Begrüßung durch die Tanzgruppenleiter Carl Seher und Georg Steinhausen ging es sofort musikalisch weiter.

Die Stadtrebellen eröffneten das offizielle Bühnenprogramm mit eigenen Songs auf Kölsch.

Anschließend folgte die Laudatio des Ehrenpräsidenten Detlef Kramp, der über die Jahre von der Gründung bis zum heutigen Jubiläum berichtete. In seiner Amtszeit als Präsident der Greesberger wurden 2009 die beiden Tanzgruppen gegründet.

Da während der Laudatio der Lärmpegel etwas runtergefahren wurde, nutzten wir anschließend diese Gelegenheit für eine Scheckübergabe an das CJD Berufsbildungswerk Frechen. Die Geschäftsleitung des CJD hat gute Kontakte zu den Tanzgruppen der Greesberger. Wann immer wir Räumlichkeiten für das Tanztraining benötigen, stellt man uns die Räumlichkeiten zur Verfügung.

Das geschieht meistens auch dann, wenn unsere offiziellen Partner ihre Sporthallen wegen den Sommer- oder Herbstferien geschlossen halten. Auch das kürzlich durchgeführte Trainingswochenende der Tanzgruppen konnte dort abgehalten werden.

Für viel Gelächter sorgte die nächste Programmnummer. Mit Krücken. Stöcken und sogar mit einem Rollstuhl kamen etwas behäbig 14 ehemalige Tänzerinnen und Tänzer auf die Bühne. Auf dem Weg zur Bühne ertönte dann das Lied der Bläck Fööss „He deit et wih un do deit et wih. Jedoch bei der Tanzvorführung der „Ehemaligen“ war von Wehwehchen keine Rede mehr.  Zu kölschen Evergreens legten sie eine tolle Show hin. Sie hinterließen den Eindruck, als ob sie noch mehrfach in der Woche auf Kölns Bühnen stehen würden. Mit tosendem Applaus bedankte sich das Publikum für die hervorragende Darbietung.

Das Stimmungsbarometer blieb im oberen Grenzbereich stehen, als die Musiker des Musikkorps „Schwarz-Rot“ Köln e.V. mit ihrer Musik von Brings, Paveier oder Cat Ballou weiterhin für gute Laune sorgten.

Danach folgte der Auftritt der JTG „Kölsche Greesberger“. Man war schon ein wenig aufgeregt, aber auch erfreut darüber, dass man nun endlich den vielen Gästen den neuesten Tanz „Raderdoll“ präsentieren konnte. Danach war man dann auch mächtig stolz, dass alles so gut geklappt hat. Schließlich hat man ja wochenlang und dass zweimal in der Woche dafür geprobt.

Die Verbindung zwischen Karneval und Tanz ist gelebtes kölsches Brauchtum.

Doch bevor die große Tanzgruppe ihren Premierentanz vorführen konnte, hatte die Mundartband „Zollhuus Colonia“ ihren Bühnenauftritt. Auch Zollhuus Colonia feiern in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum.

Zollhuus Colonia hatte gerade ihren Musikbeitrag absolviert, da ertönte wieder der Greesbergmarsch: „Op noh’m Greesberg, wells do Freud dir maache“.

Es folgte der Einmarsch und die Tanzvorführung der TG „Kölsche Greesberger“. Auch die TG „Kölsche Greesberger“ hatte einen Jubiläumstanz im Gepäck. Der Tanz war noch so neu, dass man dafür noch keinen eigenen Namen kreiert hatte. Mit beeindruckenden Würfen & Hebungen verzaubern sie nicht nur die Gäste in den Sälen, sondern zeigen auch tänzerische Akrobatik auf höchstem Niveau.

Die Auftrittsformation der TG „Kölsche Greesberger“ ist mit ihrer tänzerischen Vielfalt ein Augenschmaus auf jeder Sitzung.

Anschließend gratulierte die Prinzengarde Frechen mit ihrem Korpsauftritt den Jubilaren, bevor „Lupo“ mit ihren Hits das Bühnenprogramm schloss.

Der eigentliche Abend ging aber noch viel, viel länger. Gegen 03:00 Uhr morgens haben die letzten Besucher dann den Festsaal verlassen. Ob einige in diesem Moment noch daran gedacht haben, dass sie ja am Sonntagmorgen um 11:00 Uhr wieder auf der Matte stehen mussten? Denn am Vormittag war das große Aufräumen angesagt.

Ob zum 25jährigen Tanzgruppenjubiläum noch Tänzerinnen und Tänzerinnen aus den jetzigen Tanzgruppen auf der Bühne stehen, ist noch offen, aber bei den jetzigen Mitgliedern der JTG durchaus möglich. Bleiben wir gespannt und freuen uns erstmal auf die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte unserer beiden Tanzgruppen.                                            GS

Rudi Schnitzler(http://www.zollhuus.de)
Gründer, Manager und Sänger von Zollhuus- Colonia, Mitglied und Senator der KG Greesberger, Mitglied und im Vorstand Muuzemändelcher Köln

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