Köln-Marathon, Sonntag, 13. Oktober 2019

 

Köln-Marathon, Sonntag, 13. Oktober 2019

Am 23. Oktober 2019 war ganz Köln wieder im Lauffieber. Zehntausende Lauf- Enthusiasten aus der ganzen Welt wollten bei der 23. Auflage des RheinEnergie- Marathons dabei sein und liefen durch Köln. Für manchen Teilnehmer, der sechs Stunden und mehr für die Marathonstrecke benötigte (sie aber immerhin schaffte), war der Weg das Ziel. Für alle insgesamt rund 24.000 Teilnehmer von Marathon, Halbmarathon, Schüler- und Kinderwettbewerben war der Dom das Ziel, denn in dessen Umfeld endeten die Läufe bei strahlendem Sonnenschein. Die morgendliche Stimmung am Marathon-Sonntag in den Bahnen der KVB ähnelte der an einem Karnevalssonntag. Bis auf wenige Fahrgäste trugen die Personen spezielle Kleidung und es lag etwas angespannte Vorfreude in der Luft. Die wochenlange Vorbereitung sollte sich an diesem Tag lohnen.

Die Tanzgruppe „Kölsche Greesberger“ stellte auch in diesem Jahr wieder zwei Staffeln. Für die Organisation der Greesberger-Staffelläufer war auch in diesem Jahr Georg Steinhausen zuständig. Es begann schon im letzten November mit der Anmeldung der beiden Laufstaffeln. Der Aufwand innerhalb des laufenden Jahres war überschaubar und nahm kaum Zeit in Anspruch. Am Marathonwochenende jedoch mussten auf der Running EXPO, die diesmal auf dem Gelände der Motorworld am Butzweiler Hof stattfand, die Staffelunterlagen abgeholt und an die Staffelläufer ausgeteilt werden.

Staffelläufe waren in früheren Jahren eine Pflichtdisziplin im Schulsport. Staffelläufe machen Spaß, weil die sportliche Leistung gemeinsam mit anderen erbracht wird. Auch als Staffelläufer ist man sich auf seinem Streckenabschnitt der überschwänglichen Begeisterung des Publikums sicher. An der Strecke versammelten sich wieder zahlreiche Zuschauer, die die Läufer anfeuerten. Es wurden Schilder und Banner hochgehalten oder mit Kreide auf der Fahrbahn malerisch angespornt. Der sternenförmige, flache Rundkurs führte die Marathonis durch zahlreiche Stadtteile und an sehenswerten Zielen vorbei. Auch abseits der Laufstrecke sorgte die Mischung aus Breitensport und Spitzensport, kölschem Frohsinn und „Veedelsjeföhl“ für einen unverkennbaren Charakter des Laufs.

Die Staffel Nr. 13, der TG1 „Kölsche Greesberger“ belegte mit einer Nettozeit von 4:11:58 die Platzierung -542- in der Gesamtwertung. Unsere Staffel Nr. 18, der TG2 „Kölsche Greesberger“ kam auf  Platz -866- mit einer Nettolaufzeit von 4:37:15. Und wie bei den Olympischen Spielen galt auch hier der der olympische Gedanke „Dabei sein ist alles“. Es geht also nicht nur um Ausdauer und Schnelligkeit, sondern auch um Spaß und Freude bei diesem Staffellauf.

Aber damit nicht genug. Es gab ja da auch noch die Greesberger-Mitgliedercrew, die in der Nähe des Aachener Weihers die zweite Wechselstation zu betreuen hatte. In diesem Jahr aber unter einer anderen Führung und anderer Verantwortung. Nachdem Georg Steinhausen im letzten Jahr den geschäftsführenden Vorstand darüber informiert hatte, dass er diese Sonderaufgabe zwar als Helfer, aber nicht mehr in verantwortlicher Position durchführen möchte, musste Ersatz aus den eigenen Reihen her. Mit Peter Dormanns und Harald Mönnich hatte man verhältnismäßig schnell zwei freiwillige Helfer gefunden, die das Unternehmen „Wechselstation beim KölnMarathon“ weiterführen wollten. Die beiden Mitglieder aus der Gesellschaft waren bereit, sich dieser neuen, aber interessanten Aufgabe zu stellen. Hier darf man aber schon vermerken, dass die beiden es sehr gut gemacht haben. Bei den Helfern und Helferinnen handelte es sich überwiegend um die gleichen Personen aus den vergangenen Jahren.

Schon vor  7:00 Uhr fanden sich die ersten dort ein, um die Gerätschaften des Veranstalters, wie z.B. Markierungs- und Hinweisschilder aus dem Sprinter auszuladen. Doch wir hatten auch noch einiges an eigenem Inventar dabei. Neben unserem Greesberg-Pavillon war diesmal unsere Musikanlage der „Hingucker“ oder vielmehr „Hinhörer“.

Ausgewählte Stimmungsmusik motivierte die vorbeilaufenden Teilnehmer zur Leistungssteigerung, obwohl ein Großteil der Läufer  und Läuferinnen gerade mal die Hälfte der Gesamtstrecke hinter sich gelassen hatte. Kistenweise wurden  Äpfel, Bananen, Müsli- Riegel oder Erfrischungsgetränke ausgeladen und am Ausgabetisch abgestellt. Den Wechselbereich hatte man mit den vielen Greesberghelfern schnell aufgebaut. Doch bevor der erste Läufer den Kilometerpunkt 22 am Aachener Weiher erreicht hatten, konnten wir noch ein frisches Brötchen zu uns nehmen und eine gute Tasse Kaffee trinken. Aber dann blieb nicht mehr viel Zeit um zu rasten, denn die Spitzenläufer vom Halbmarathon passierten schon unseren Standort. Kurz vorher erfolgte aber zeitig die Einteilung der Helfer durch Peter Dormanns. Jeder der anwesenden Greesberger bekam seine eigene, verantwortungsvolle Aufgabe genannt. Die meisten waren damit beschäftigt, die Teilnehmer zum Staffellauf in die Einlaufschneise zu leiten, die Durchlaufwege im Boxenbereich freizuhalten oder den Läufern und Läuferinnen verbal oder mit Handzeichen die Auslaufzonen verständlich zu machen.

Es herrschte absolute Disziplin bei den wartenden und ankommenden Läufern und Läuferinnen. Das lag aber auch an unseren Streckenposten, die diese Aufgabe mit Bravour gemeistert haben. So schnell wir am frühen Morgen alles hergerichtet hatten, so flott hatte das eingespielte Team das Ganze wieder in den Urzustand gebracht. Damit war die 23. Auflage des KölnMarathons für uns schon wieder Geschichte. Man sollte aber neben dem Dank an alle Helfer und Organisatoren auch noch erwähnen, das Hendrik Pfeiffer den KölnMarathon 2019 zwar mit einer Zeit von 2:15.19 gewonnen, aber leider die Qualifikation zu den Olympischen Spielen verpasst hatte.

Doch während nach einem Karnevalsumzug mehrere Kolonnen an Kehrwagen und orange gekleideten Müllwerkern tonnenweisen Müll zusammenkehren und die Zivilisation wiederherstellen, kam der Marathon in diesem Jahr ohne allzu viele Hinterlassenschaften aus. Im Vorfeld hatten die Veranstalter sich das Thema „Nachhaltigkeit“ auf die Fahnen geschrieben. Es war der Marathon ohne Plastik und selbst für die Teilnehmer gab es ganz ökologisch die Medaillen aus Holz. Der nächste KölnMarathon findet am 4. Oktober 2020 statt. In wenigen Tagen kann man sich auch schon wieder dafür anmelden. Auch die Greesberger sind 2020 wieder mit zwei Staffeln und einem großen Helferteam dabei.   GS

Rudi Schnitzler(http://www.zollhuus.de)
Gründer, Manager und Sänger von Zollhuus- Colonia, Mitglied und Senator der KG Greesberger, Mitglied und im Vorstand Muuzemändelcher Köln

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