Köln Marathon

Köln-Marathon am 07. Oktober 2018

(Der lange Weg bis zum Marathon)

Bevor überhaupt mal ein Mensch für die Laufstrecke über 42,195 Kilometer eine Zeit von knapp über 2 Stunden gebraucht hat, war es ein langer Weg. Die Geschichte um die Bewegungslehre des menschlichen Körpers hat vor 3,0 bis 2,5 Millionen Jahre begonnen.

Die ältesten bekannten Fußspuren menschähnlicher Wesen sind ca. 3,5 Millionen Jahre alt. Kurz nachdem die Menschenartigen den Baum verlassen hatten, wanderten 3 Angehörige der zweibeinigen Sorte Australopithecus (= südlicher Affe) im Ostafrikanischen Graben durch feuchte Vulkanasche und hinterließen uns nicht nur Abdrücke, sondern vor allem Eindrücke, wozu und vor allem wohin Bewegung führen kann. Während dieser Australopithecus aber ausschließlich in Ostafrika herummarschierte, kamen seine Nachfahren, nämlich der Neandertaler und sein schlauerer Vetter, der heutige Homo sapiens, weiter herum. Hilfreich war dabei, dass sich zunächst die Beine der Menschen gestreckt hatten, was das aufrechte Gehen deutlich erleichterte. Sodann bildeten sich ihre Becken schmaler aus als zuvor, was das Tempo der Fortbewegung steigerte, so dass es den Zweibeinern allmählich gelang, nicht nur rund zu gehen, sondern im langanhaltenden Trab elegant zu laufen, Kilometer um Kilometer, Klimazone um Klimazone, Erdteil um Erdteil. So gelang es ihnen schließlich, nicht nur afrikanische Ursprünge des Lebens zu durchqueren, sondern sogar Köln fußläufig zu erreichen. Auch hier in der schönsten Stadt Deutschlands blieb für ihn die Faszination der Fortbewegung ungebrochen. Damit diese Begeisterung möglichst viele erreichte, gefiel es dem kölschen Menschen die Fortbewegung per pedes in rituelle Großereignisse zu kleiden und für alle gut sichtbar zu veranstalten, wobei das Tempo der Teilnehmer stets angemessen gesteigert werden konnte: Es begann mit der Fronleichnamsprozession, setzte sich fort mit dem Rosenmontagszug sowie den Schull- und Veedelszöch und erreichte seinen vorläufigen Höhepunkt dann mit dem Köln- Marathon. (Quelle: Kölner Narrenzunft)

(Nun endlich angekommen)

„Marathons gibt es in vielen Städten – aber Köln ist einzigartig: eine Mischung aus Top- und Breitensportevent, Karneval, Volks- und Lauffest! Die ganze Stadt ist auf den Beinen und fiebert mit den Sportlern auf der Strecke ! Die typisch kölsche und warmherzige Art der Zuschauer lasssen Deine Lauf unvergesslich werden! Sie bejubeln Dich und „tragen Dich bis ins Ziel“ – egal, ob Du Spitzenathlet, ambitionierter Freizeitsportler oder Genussläufer bist! Mit über 25.000 Teilnehmern Jahr für Jahr planen und organisieren wir seit 1997 die größte Breitensportveranstaltung in Nordrhein-Westfalen. Neben dem Hauptevent, dem Marathon, bietet Köln auch Deutschlands zweitgrößten Halbmarathon und einen Staffelmarathon an.”

Am 7. Oktober stand Köln wieder ganz im Zeichen des Laufsports. Bei der 22. Auflage des RheinEnergie-Marathons haben
mehrere tausend Sportler aus der ganzen Welt die Straßen der Domstadt eingenommen und sind in die besondere Mischung aus Breiten- und Spitzensport, kölschem Frohsinn und besonderem Streckenambiente eingetaucht.

Der Startschuss für den 42,195 Kilometer langen Hauptlauf fiel zeitgleich mit dem Staffellauf um 10 Uhr am Ottoplatz in Deutz. Bereits um 8.30 Uhr gingen die Läufer des Halbmarathons auf die Strecke.

Die Laufstrecke bot zahlreiche Sehenswürdigkeiten: Einige Kilometer Rheinufer, jede Menge Veedel und kölsches Flair. Dabei geht es sowohl durch die Innenstadt, als auch durch Sülz, Lindenthal, die Altstadt, Bayenthal, das Severinsviertel, Ehrenfeld und Nippes.

Die TG „Kölsche Greesberger“ stellte zwei Laufgruppen und belegten am Ende die Plätze 620 und 712. Es hatten sich ca. 1000 Staffeln angemeldet. Die Greesberger betreuen schon zum 12. Male eine Wechselstation. Diesmal war es wieder die 2. Wechselstation am Aachener Weiher. Das ist schon eine logistische Herausforderung, wenn ca. 1000 Staffeln (Läufer vom zweiten und dritten Laufabschnitt) auf engstem Raum in den Wechselboxen betreut werden müssen. Nicht einfach haben es auch die Einweiser, die die ankommenden Läufer- und Läuferinnen in die Einlaufschneise der Wechselstation lotsen müssen. Trotzdem passiert es immer wieder, dass Teilnehmer trotz zahlreicher Hinweisschilder und lautstarker Kommandos an der Wechselstation vorbeilaufen. Die 25 Helfer und Helferinnen haben ihren Ehrendienst mit Bravour bestanden, was uns ein paar Tage später auch vom Veranstalter schriftlich bestätigt wurde.

Die wenigsten unserer Mitglieder sind darüber informiert, dass die Idee zur Unterstützung des KölnMarathons im Jahre 2007 von unserem damaligen neuen Mitglied Michael Kramp stammte. Er war der Treiber der Aktion „KölnMarathon“. Vermutlich haben wir es damals bei unserer Premiere an der Wechselstation „Bismarksäule“ schon sehr gut gemacht. Denn wie ist es zu erklären, dass die Greesberger mit ihrem Helferteam die letzten Jahre immer gesetzt sind. Im Jahre 2007 waren es gerade mal 74 Staffeln die sich angemeldet hatten. Mit 1000 Anmeldungen in diesem Jahr kann man schon von einem Quantensprung sprechen.

Für die 23. Auflage am 13.10.2019 sind wir wieder angemeldet.                                                                                       GS

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