Kostümsitzung 2019

Kostümsitzung  am 26. Januar 2019 im Theater am Tanzbrunnen

Eine Kostümsitzung in einem tollen Saal, einer wunderschönen Kulisse, mit einem mitgehenden Publikum, das bereits nach wenigen kölschen Tönen mitsang, schunkelte und applaudierte. Einfach fantastisch – das Greesberg-Publikum an diesem Abend. Karneval ist für viele Jecken die schönste Zeit des Jahres, die erwartungsvoll herbeigesehnt und somit auch ausgiebig gefeiert wird. Neben den karnevalistischen Eigenschaften darf natürlich auf einer Kostümsitzung das richtige Kostüm nicht fehlen. Tolle Kostüme erregen Aufmerksamkeit und werden anerkennend gelobt. Neben den Kostümen wie Clowns, Fliegenpilz, Schotten oder Cowboys sind die Köln-Kostüme immer noch hoch im Kurs.
Mit dem Büttenmarsch der Greesberger „Op noh’m Greesberg, wells do Freud dir maache…“ marschierte der Elferrat in Begleitung der Funken Rot-Weiss Hürth-Gleuel in den Saal des Theaters am Tanzbrunnen ein. Sie wurden vom Publikum empfangen, wie der FC Bayern München nach dem Gewinn der Meisterschaft in der ersten Fußballbundesliga. Köln ist auch ganz Champions League – zumindest was den Fastelovend angeht. Und in dieser Liga spielen auch die Greesberger mit. Wir brauchten uns nicht zu qualifizieren, wir waren von Anfang an dabei. Sitzungsleiter Michael Kramp begrüßte die Sitzungsbesucher und eröffnete die Sitzung.

Unter den vielen Ehrengästen war auch unser Ehrenmitglied Wolfgang Bosbach. Er war von 2000 bis 2009 stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Union und von 2009 bis Juli 2015 Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestags. Als weitere Gäste begrüßten die Greesberger einige Präsidenten und Senatspräsidenten von befreundeten Karnevalsgesellschaften und selbstverständlich auch Detlef Kramp, den Ehrenpräsidenten der Greesberger. Auch der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval von 1823 e.V., Christoph Kuckelkorn mit seiner Frau Katia und Bernd Höft, der beim FK für Strategie und Protokoll zuständig ist, kamen auf eine Stippvisite vorbei.
Zur großartigen Atmosphäre trug auch Sitzungsleiter Michael Kramp bei. Er präsentierte in seiner unverwechselbaren Art charmant und „op Kölsch“ die 11 Programmnummern. Und das machte er gekonnt und auf hohem Niveau. Das neue Sessionsmotto: „Uns Sproch es Heimat“ hat es in sich. Et weed jetzt widder kölsch in Kölle jeschwaad“

Jörg Runge als „Dä Tuppes vum Land“ sorgte mit seiner Reimrede für Begeisterung. Die Tänzerinnen und Tänzer der JTG „Kölsche Greesberger“ sind schon seit 2010 im Karneval unterwegs und erfreuen das Publikum mit ihren Tänzen. Dafür trainieren die Tänzerinnen und Tänzer das ganze Jahr über zweimal in der Woche. Sie bieten dem Publikum Tradition pur, gepaart mit Eleganz und großem tänzerischen Können. Dieser Bühnenauftritt wurde mit anhaltendem Applaus honoriert.
Das war der richtige Übergang zu der nächsten Programmnummer. Das Kölner Dreigestirn mit Prinz Marc I. (Mark Michelske), Bauer Markus (Markus Meyer) und Jungfrau Catharina (Michael Everwand) wurde vom Sitzungsleiter Michael Kramp angekündigt. Beim Auftritt des Dreigestirns wurde Prinzenführer Rüdiger Schlott überrascht: Im Jahr 1990 hat Stefan Sürth, Mitglied im Bürgerschützenverein 1849 Grevenbroich e.V., seinem Schützenkameraden Schlott erzählt, dass er in der Prinzen-Garde Köln eintreten wolle. Rüdiger Schlott schloss sich dem spontan an. Nach zwei Jahren Hospitanz im Fußkorps der Prinzen-Garde Köln wurden Sürth und Schlott 1992 aufgenommen und beim Generalkorpsappell 1993 vereidigt. Schlott machte dann seine Karriere bei der Prinzengarde Köln und wurde 2008 Prinzenführer der Kölner Dreigestirne. Sürth hingegen schied später wieder aus der Prinzen-Garde Köln aus – und machte seine Karriere beim Bürgerschützenverein, wo er heute Oberst und Regimentskommandeur ist. Schlott ist ihm als Vorreiter im Schützenregiment Sürth beim Bürgerschützenverein unterstellt.
Wir hatten dies recherchiert und Stefan Sürth zur Kostümsitzung eingeladen. Beim Aufzug des Kölner Dreigestirns saß Sürth – in voller Schützenuniform – auf dem Platz, der eigentlich dem Sitzungsleiter Michael Kramp vorbehalten ist. Der Prinzenführer ahnte nichts von dem, was auf der Bühne geschehen sollte. Schützenoberst Sürth gab dann dem Schützenhauptmann Schlott den Befehl, zur Übergabe eines Abschiedsgeschenkes von den Greesbergern, anzutreten. Schlott hat vielfältige Hobbies wie Tanzen, Tennis, die Jagd, Reiten… nur Angeln war bisher nicht auf der Liste, Bislang! Denn wir schenkten Rüdiger Schlott eine Angelrute zum Abschied. Nach 12 Jahren übergibt am Ende der Session Rüdiger Schlott sein Amt als Prinzenführer an den jetzigen Chef der Equipe, Marcus Heller.

Nach dem Bühnenauftritt von Cat Ballou, einer der erfolgreichsten Bands nicht nur im Kölner Karneval, ging es in die Pause. Die LNZ-Girl Showtanzgruppe eröffnete nach der Pause den zweiten Teil des Sitzungsprogramms. Anschließend sorgte Comedian Dave Davis in seiner Rolle als „Motombo Umbokko“ für Lachsalven. Auf der Hitliste der Darbietungen stand selbstverständlich auch die gesellschaftseigene Tanzgruppe „Kölsche Greesberger“. Eine schlagkräftige Tanzgruppe, die nicht nur auf den Bühnen ihren festen Platz erobert und stabilisiert hat. Die Tänzerinnen und Tänzer tanzten sich am Abend in die Herzen der Zuschauer. Nach diesem wundervollen Auftritt unserer Tanzgruppe wurde vom Publikum wieder Aufmerksamkeit gefordert. Annika Marten als „Annemie Krawtschak“ bekam den Saal auch kurz vor Mitternacht noch zum Zuhören, konnte aber mit ihren Pointen kaum überzeugen. Dies änderte sich aber schlagartig bei der nächsten Musiknummer. Wenn dann noch die Klüngelköpp und Höhner vom Literaten gebucht wurden, ist der Abend vollkommen perfekt. Die Klüngelköpp sorgten mit ihren Hits für Schunkel- und Partystimmung. Zum Abschluss einer tollen Sitzung standen die Höhner auf der Bühne und präsentierten einen Querschnitt ihres Könnens. Mit der aktuellen Single aus dem aktuellen Album „Wir halten die Welt an“ leben die Höhner ihre benannten Stärken voll aus und begeistern mit einem Mega-Hit, der es in sich hat. Der Song ist eine positive Hymne auf das Leben hier und jetzt. Bei diesem Lied mussten die Sitzungsgäste alle mitmachen. Das Publikum wurde mehrfach aufgerufen, beim Refrain still zu halten und die Bewegungen einzufrieren. Mit dem Auftritt der Höhner endete dann auch der Karnevalsmarathon an diesem Abend.
Nun steht in Kürze das nächste Highlight im Veranstaltungskalender der Greesberger an, nämlich die Mädchensitzung am Mittwoch, 20.2.2019, im Maritim Hotel.                                                                                                                                 GS

Wolfgang Stockhausen
Naumannstr. 6 - 50735 Köln; webmaster.gkg@greesberger.de

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