Mädchensitzung 12.02.2020

Mädchensitzung im Maritim Hotel Köln

am 12. Februar 2020

Ein besonderer Höhepunkt in der Session ist und bleibt die Mädchensitzung der Greesberger im Maritim Hotel Köln. Bei dieser traditionellen Veranstaltung der Greesberger wird Fasteleer der Extraklasse zelebriert und dass schon seit 1949.

Zur Mädchensitzung waren aber nicht nur Kölnerinnen aus den 86 Stadtveedeln gekommen, sondern es kamen auch zahlreiche Wiever aus allen angrenzenden Städten und Bundesländer. Der Saal glich einem Farbkasten mit tausenden herrlichen bunten Farben. Die jecken Wiever waren nicht nur schrill und bunt kostümiert, sondern auch megajeck.

Nachdem sich die Damen bereits vor der Mädchensitzung in angrenzenden Brauhäusern der Stadt oder im Foyer des Maritim-Hotels in die richtige Stimmung gebracht und vorgefeiert hatten, zog der Elferrat mit Sitzungsleiter Michael Kramp ein. Da war schon eine kleine Veränderung erkennbar. Es betrat ein gemischter Elferrat den Maritim-Saal, in dem über 1300 Mädels dem Sitzungsbeginn entgegenfieberten. Der Elferrat bestand aus Mitgliedern der Gesellschaft, dem Reitercorps der Greesberger und aus Tänzerinnen der Jugendtanzgruppe und der großen Tanzgruppe „Kölsche Greesberger“.

Mit Ingrid Kühne wurde vom Sitzungsleiter Michael Kramp die erste Programnummer angekündigt. Sie ist schlagfertig in Kabarett und Karneval und begeistert das Publikum mit intelligentem Wortwitz.

Die Domstürmer sorgten im Anschluss für eine herzliche und großartige Stimmung im Saal.

Und wieder wurden die Lachmuskeln strapaziert. Das garantieren die Rentner aus Leidenschaft, nämlich Willi Naumann und Ernst Schneider. Im richtigen Leben sind sie unter den bürgerlichen Namen Dirk Zimmer und Markus Kirchbaum bekannt.

Und genau diese beiden Namen standen auf einer Urkunde, die nach Beendigung des Bühnenauftritts unser Präsident Markus Otrzonsek den beiden mit netten Worten überreichte. Welche tolle Überraschung für die liebenswerten Karnevalisten, denn genau ab diesem Moment durften sie sich Ehrensenator der Greesberger nennen.

Es gab aber auch noch ein karnevalistisches Jubiläum zu feiern, denn der Bühnenauftritt von Willi und Ernst an diesem Mittwoch auf unserer Mädchensitzung war tatsächlich der 1000. karnevalistische Auftritt. Den Rest der Veranstaltung erlebten beide im Elferrat. So wurde mal ganz schnell der jecke Rat auf 13 Personen aufgestockt.  

Stürmischen Beifall erntete im Anschluss das Kölner Dreigestirn als sie in den großen Saal des Maritim-Hotels einzogen. Aber sie kamen nicht alleine, sie brachten das Kölner Kinderdreigestirn mit.

Die jecken Wiever erlebten einen bestens aufgelegten Prinzen Christian II. der die Gäste mit seinem Temperament von den Stühlen riss.

Eine Geschenkübergabe für den Prinzenführer Markus Heller, die eigentlich schon bei unserer Kostümsitzung geplant war, konnte jetzt nachgeholt werden. Er erhielt zur Vervollständigung seines Haushalts einen Toaster in Greesberg-Orange. Markus Heller hatte erst Ende 2019 seine Julia geheiratet.

Drei waschechte Pänz und Fastelovend-Fans übernahmen in diesem Jahr die ehrenvolle Aufgabe des Junior-Trifoliums.

Das Kinderdreigestirn mit Prinz Vincent I., Kinderbauer Emil und Jungfrau Darleen Sophie sind Feuer und Flamme für den Fasteleer. Wenn dann in Köln die fünfte Jahreszeit anbricht, verwandelt sich die Stadt aus Sicht der Pänz in einen großen Spielplatz. Sie dürfen in die Rollen ihrer Helden schlüpfen und fantastische Abenteuer erleben.

Als Dankeschön für den Besuch bekamen die kleinen Tollitäten einen Füller mit den Initialen Prinz, Bauer und Jungfrau mit ihren Namen sowie einen Fortuna Köln Fan-Schal, als Symbol für eine Einladung mit ihren Eltern zu einem Fußballspiel des Kölner Südstadtvereins.

Danach ging es in die Pause und die Mädcher hatten bis dahin einen Fasteleer der Spitzenklasse erlebt.

So erstklassig wie das Publikum waren auch die Höhepunkte im zweiten Teil der Sitzung, bei dem sich die Größen des Kölner Karnevals das Mikrofon weiterreichten.

Vom Sitzungsleiter Michael Kramp wurde das Heddemer Dreigestirn angekündigt. Nicht schon wieder ein Dreigestirn, hörte man es von den Tischen. Unserem Literaten Christian Böhm würde auch niemals einfallen, ein ortsfremdes Dreigestirn für eine klassische Sitzung zu buchen. Die Jungs aus Frankfurt-Heddernheim sind bei Faschingsfan bestens bekannt für ihre Parodien. Jetzt hat die Formation einen Party Hit und singt zum ersten Mal selbst. In ihrem Song geht es um das runde Stück Hefeteig, nämlich um die Pizza.

Die Rezag Husaren, das traditionsreiche Tanzcorps der KG Fidele Grön-Wieße Rezag aus Köln-Porz, zeigte eine atemberaubende Show, die hinsichtlich Tempo und Akrobatik ihresgleichen sucht. Die Jungs verwandelten den Sitzungssaal in einen Hexenkessel. Die Rezag Husaren beweisen mit ihren tänzerischen Höchstleistungen, dass Tanzen keine Qual, sondern meist mit großem Spaß verbunden ist.

Im Anschluss präsentierte Cat Ballou unter anderem die besonders bei den Damen beliebte und die mit Banjo getragene Liebeshymne auf ihre Heimatstadt Köln.

Für unsere Tanzgruppen „Kölsche Greesberger“ stand wieder ein gemeinsamer Auftritt an.  Die gesellschaftseigene JTG und TG sind der ganze Stolz der Greesberger und versprühten auf der Bühne pure Freude. Es war ein Feuerwerk der guten Laune. Bei unseren Tanzgruppen zählt nicht nur Masse, sondern vor allem auch die Klasse.

Nach dem hervorragenden Auftritt der beiden Tanzgruppen der Greesberger, hatte Lupo es einfach, das Stimmungsbarometer weiter hoch zu halten.

Ein Lied fanden die Mädels im Saal besonders gut, nämlich „Für die Liebe nit“. Es wurde begeistert mitgesungen und dabei ragte eine Textzeile ganz besonders heraus, die eigentlich nur in Klammer steht – ja, wat denn?

Und wenn dann der Song „Sieben Nächte lang in Amsterdam“ angestimmt wird, dann können nur die Paveier auf der Bühne stehen. Die Paveier haben sich zum Schluss der Mädchensitzung nochmal so richtig ins Zeug gelegt. „Sieben Nächte lang in Amsterdam su fing es ahn. Sieben Nächte lang, die ich nit mieh vergesse kann“. Dieser Song ist schon jetzt der Ohrwurm der Session.

Und so hat wohl manches Mädel beim Heimweg auch von unserer Mädchensitzung geschwärmt, die man so schnell nit mieh vergessen kann.

Denn es war ein sehr hochwertiges und klassisches Sitzungsprogramm, das unser Literat Christian Böhm zusammengestellt hat. Das Programm beinhaltete viele Facetten und Elemente des Kölner Fastelovends. Unser Sitzungsleiter Michael Kramp hat es verstanden, die Mädels 6 Stunden bei Laune zu halten. Ihm gebührt auch ein riesiges Dankeschön.

Wer aber noch nicht genug vom Fastelovend hatte, konnte nach Sitzungsende im Foyer weiterfeiern. Unter den karnevalistischen Klängen von Himmel & Äd wurde dann diese Möglichkeit auch noch von vielen weiblichen Jecken genutzt.        GS                                                                                 

Rudi Schnitzler(http://www.zollhuus.de)
Gründer, Manager und Sänger von Zollhuus- Colonia, Mitglied und Senator der KG Greesberger, Mitglied und im Vorstand Muuzemändelcher Köln

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